Seit Monaten gibt es fast täglich neue Meldungen über Flüchtlinge, die wieder einmal einen bestimmten Ort besetzen wie zuletzt die Gerhard-Hauptmann-Schule, den Fernsehturm, die Parteizentrale der Grünen oder Sitz des DGB.
Die Frage die sich dabei stellt, und die man auch stellen dürfen muss, ist: "Wie viel darf oder muss man sich gefallen lassen?"
Leicht ist diese nicht zu beantworten! Zum einen sind da die Flüchtlinge, deren Situation durchaus verständlich ist. Auf der Flucht vor Tod und Verfolgung wiegen sie sich in Deutschland in vermeintlicher Sicherheit, doch wie die letzten Misshandlungen in Asylbewerberheimen in Nordrhein-Westfalen zeigen, ist diese eine trügerische Sicherheit. Es bleibt vor allem zu befürchten, dass dies erst die berühmte Spitze des Berges ist und in den nächsten Tagen und Wochen immer mehr solcher Fälle bekannt werden. Dies ist natürlich in keinster Weise zu entschuldigen, doch zeigt es aber, wie verunsichert und ängstlich die Deutschen den Flüchtlingen gegenüber sind, denn solche Taten gehen meist aus solch einer Verunsicherung hervor.
Zum anderen muss man aber auch die Bevölkerung verstehen, welche einfach misstrauisch gegenüber "dem Fremden" ist, weil auch zu wenig dafür getan wird, die Asylbewerber in die Bevölkerung zu integrieren. Durch das Verbot der Arbeit sowie die Verhinderung von Sprachkursen ist eine solche Integration nahezu unmöglich und schürt nur noch mehr Angst und Ablehnung.
Doch kommen wir wieder zum Ursprung zurück. Was kann man den Flüchtlingen zugestehen und was geht zu weit? Es ist natürlich unzumutbar, dass die "normale" Bevölkerung wochen- oder monatelang in einem Zustand der Belagerung, wie vor einiger Zeit auf dem Oranienplatz in Kreuzberg lebt. Dies kann und darf nicht tolleriert werden. Bei Geiselnahmen heißt es immer, dass Deutschland nicht erpressbar sei, aber genau das war diese Aktion! Eine Erpressung der Politik zum handeln. Es muss andere Wege geben, um auf das Problem der Flüchtlinge aufmerksam zu machen.
Natürlich bewegt man sich bei dieser Diskussion immer auf einem schmalen Grat zum Fremdenhass, doch es muss eine Diskussion darüber vorurteilsfrei stattfinden können!
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